Was du zu Webfonts wissen solltest.

Font stack
Rendering
Lizenzierung

Ob mit Serifen, rund oder gebrochen: Mit Webfonts kannst du deiner Website einen speziellen Anstrich verschaffen. Das gilt besonders für mobile Websites. Da werden oftmals Bilder und grafische Elemente prozentual verkleinert. Die Schrift aber bleibt immer omnipräsent. Es gibt für fast alle Schriftschnitte eine entsprechende Variante für das Web. Trotzdem gibt es, gerade bei der Lizenzierung, einige Punkte zu beachten.

Zuletzt aktualisiert: 22. Mai 2026

Das wichtigste in Kürze

Hosting

Webfonts hosten wir wenn möglich lokal. Das ist datenschutzfreundlich, schnell und unabhängig von Drittanbietern. Die benötigten Schriftlizenzen stellst du uns bereit.

Lizenz

Für professionelle Schriften brauchst du eine Webfont-Lizenz. Du musst sie selbst erwerben, wir kaufen keine Schriften im Namen unserer Kunden. Achte darauf, dass die Lizenz explizit die Web-Nutzung erlaubt.

Google Font

Google Fonts sind kostenlos und dürfen auch kommerziell genutzt werden. Wir laden die Schriften herunter und hosten sie lokal, damit keine Nutzerdaten wie IP-Adressen an Google übermittelt werden.

Schriftformate

Für eine optimale Darstellung benötigen wir die Schrift im Format WOFF oder WOFF2. Diese Formate sind komprimiert, laden schnell und werden von allen modernen Browsern unterstützt.

Adobe Fonts

Adobe Fonts werden von Adobe-Servern geladen, was sich auf Ladezeit und Datenschutz auswirken kann. Lokal gehostete Schriften sind schneller und unabhängiger. Beide Varianten sind möglich, wir empfehlen aber immer lokale Schriften.

Fallback

Falls eine Webfont nicht geladen werden kann, greifen wir auf eine Fallback-Schrift zurück. Das sind meist Systemschriften wie Arial oder Helvetica. So bleibt deine Website in jedem Fall gut lesbar.

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Funktionsweise

Grundsätzliches

In den Anfängen des World Wide Web haben Browser die Schriften vom Computer der Besuchenden geladen und auf der Website angezeigt. Darum gab es nur eine sehr begrenzte Anzahl von Schriften, nämlich diejenigen, die alle Nutzenden auf ihrem System hatten. Grundsätzlich muss eine Schrift auch heute noch vom Browser geladen werden, allerdings nicht mehr vom Endgerät der Nutzenden, sondern von unseren oder externen Servern. Das bedeutet auch, dass Schriften sparsam eingesetzt werden sollten, da sie immer geladen werden müssen.

Font stack

Falls eine Webfont aus irgendeinem Grund nicht geladen werden kann, werden als Backup mehrere andere Schriften hinterlegt, der sogenannte Font-Stack. Du musst uns nur deine gewünschte Schrift angeben, die Backups hinterlegen wir. Als absoluter Notfall greift immer noch eine Standardschrift vom Endgerät der Nutzenden.

Rendering

Webfonts werden, egal auf welchem Bildschirm, immer sehr scharf angezeigt. Das kommt daher, dass die Browser Webfonts als Vektor laden und dann in eine Pixelmatrix rendern. Dies geschieht bei modernen Browsern mittels Subpixel-Rendering. Diese Rendering-Methode führt auch bei hochaufgelösten Bildschirmen zu einer sehr scharfen Darstellung. Jedoch ist die Rendering-Methode der Browser unterschiedlich. Das kann dazu führen, dass Webfonts auf unterschiedlichen Browsern anders aussehen.

Cross-Browser-Fähigkeiten

Webfonts gibt es in verschiedenen Formaten. Relevant sind heute noch zwei davon:

  • WOFF

  • WOFF2

WOFF hat sich als Standard etabliert und wird von allen modernen Browsern unterstützt. WOFF2 ist der Nachfolger: Es verwendet Brotli-Kompression, lädt dadurch schneller und ist heute das empfohlene Format für Webprojekte.

Alle gängigen Webfont-Anbieter liefern beide Formate standardmässig mit. Für den normalen Einsatz reichen WOFF und WOFF2 vollständig aus.

EOT und TTF/OTF sind legacy-Formate und spielen heute keine Rolle mehr. Der Internet Explorer, für den EOT einst nötig war, wird seit 2022 von Microsoft nicht mehr unterstützt und hat keinen relevanten Marktanteil mehr. Auf diese Formate kann verzichtet werden.

Lizenzierung

Webfonts sind nicht einfach gratis – ausser, sie sind es wirklich. Wer die Lizenzfrage von Anfang an klärt, erspart sich und dem Kunden böse Überraschungen.

Adobe Fonts

Adobe Fonts ist in jedem Creative Cloud Abo enthalten und lässt sich nahtlos in alle Adobe-Programme einbinden. Das ist praktisch, birgt aber einen Haken.

Die Lizenz gilt immer für den Inhaber des CC-Abos. Das bedeutet: Du darfst die Fonts im Designprozess nutzen, aber sobald die Website online geht, muss die Lizenz beim Website-Inhaber liegen. Der Kunde braucht also ein eigenes Adobe-Konto. Die günstigste Option ist ein Single-App-Abo ab ca. CHF 25 pro Monat (Stand 2026). Alternativ gibt es ein kostenloses Adobe-Konto mit Zugang zu einer reduzierten Auswahl an Schriftfamilien.

Unsere Empfehlung

Adobe Fonts nur einsetzen, wenn der Kunde ohnehin ein CC-Abo hat. Für alle, die kein CC-Abo haben, lieber keine Adobe-Webfonts verwenden.

Monotype

Monotype betreibt verschiedene Plattformen für Schriftlizenzen. Die ehemalige Plattform fonts.com wurde in monotypefonts.com überführt – und damit haben sich auch die Möglichkeiten für uns verändert. Lizenzen, die früher über unser Agenturkonto abgewickelt werden konnten, sind seither nicht mehr verfügbar.

Einzelne Webfonts lassen sich über myfonts.com lizenzieren, meist jedoch mit wiederkehrenden Kosten. Die Lizenzierung basiert häufig auf Pageviews und erfordert ein Code-Snippet, das mit Monotype kommuniziert. Das muss in der Datenschutzerklärung der Website erwähnt werden.

Google Fonts

Google Fonts sind lizenzfrei und ohne Einschränkungen bei Pageviews oder Nutzungsart einsetzbar. Die Einbindung direkt über Google-Server ist aber datenschutzrechtlich problematisch: Dabei wird die IP-Adresse der Besuchenden an Google in den USA übertragen. Das verstösst gegen die DSGVO, die auch für Schweizer Websites relevant ist.

Darum hosten wir Google Fonts auf unseren eigenen Servern. Das ist technisch unkompliziert und ein zusätzlicher Schritt, den wir bei jedem Webprojekt mit Google Fonts standardmässig durchführen.

Unabhängige Schriftengiessereien

Als Alternative zu den grossen Plattformen bieten kleinere, unabhängige Anbieter oft überzeugendere Konditionen. Grilli Type aus Luzern beispielsweise lizenziert einmalig abhängig von den Pageviews, danach entstehen keine weiteren Kosten. Bei swisstypefaces ist die Webfont sogar im Paket mit den Desktop-Schriften enthalten.

Der Vorteil geht über die Lizenz hinaus: Diese Schriften sind weniger verbreitet, was Websites einen eigenständigeren Look gibt. Und weil die Fonts auf dem eigenen Server liegen, gibt es keine Datenschutzprobleme.

Datenschutz

Wir binden alle Webfonts direkt auf unseren eigenen Servern ein. Damit werden beim Seitenaufruf keine Schriften von externen Servern im Ausland geladen – und keine IP-Adressen an Dritte übertragen. Das entspricht den Anforderungen des Schweizer Datenschutzgesetzes (DSG) sowie der europäischen DSGVO.

Einen Vorbehalt gibt es: Einige Anbieter – darunter Monotype – verlangen laut ihren Nutzungsbedingungen die Einbindung eines Tracking-Scripts, das Seitenaufrufe misst. Da die Lizenzkosten pageviewabhängig sind, kommuniziert dieses Script mit externen Servern. Solche Einbindungen müssen in der Datenschutzerklärung der Website explizit erwähnt werden.

Für den Datenschutz klar im Vorteil: Lizenzmodelle mit einmaligen Kosten. Keine laufenden Messungen, kein externes Script, keine Erwähnungspflicht. Ein weiterer Grund, bei der Schriftwahl auf grosse Abonnement-Anbieter zu verzichten und stattdessen auf unabhängige Anbieter oder Google Fonts (selbst gehostet) zu setzen.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zu Webfonts

Wie werden Webfonts bei cmsbox eingesetzt?

Webfonts werden bei uns grundsätzlich lokal gehostet, was datenschutzfreundlich ist und eine gute Performance gewährleistet. Die benötigten Schriftlizenzen müssen uns bereitgestellt werden.

Muss ich eine Lizenz für Webfonts kaufen?

Ja, für die meisten professionellen Schriften benötigst du eine Webfont-Lizenz. Diese muss vom selbst erworben werden, wir kaufen keine Schriften im Namen unserer Kundschaft. Achte beim Kauf darauf, dass die Lizenz die Nutzung als Webfont erlaubt, denn Desktop-Lizenzen reichen dafür nicht aus. Alternativ gibt es auch Google Fonts

Darf ich für meine Website Google Fonts verwenden?

Ja, Google Fonts sind komplett kostenlos und haben eine Open-Source-Lizenz. Das heisst, dass du sie für private und kommerzielle Zwecke nutzen darfst, also auch auf deiner Website. Damit wir keine datenschutzrechtliche Probleme verursachen, laden wir die Schriftarten herunter und hosten diese lokal. So übergeben wir auch keine Nutzerdaten (IP-Adressen) an Google.

Welche Schriftformate werden benötigt?

Für eine optimale Darstellung auf allen Browsern benötigen wir die Schrift idealerweise in den Formaten WOFF oder WOFF2. Diese Formate sind komprimiert, laden schnell und werden von allen modernen Browsern unterstützt. Falls du nur andere Formate hast, können wir diese im Notfall auch konvertieren.

Kann ich Adobe Fonts auf meiner Website verwenden?

Viele, die in der grafischen Brache arbeiten, verwenden Adobe Fonts. Diese bieten Zugriff auf tausende Schriften über dein persönliches Abo. Die Schriften werden dabei von Adobe-Servern geladen. Das ist zwar bequem, kann sich aber auf Ladezeit und Datenschutz auswirken. Bei lokal gehosteten Schriften werden die Dateien direkt von unserem Server geladen. Das ist datenschutzfreundlicher, schneller und unabhängig von Drittanbietern. Beide Varianten sind möglich, wir empfehlen jedoch immer lokale Schriften.

Gibt es Alternativen zu Google Fonts und Adobe Fonts?

Ja. Wir empfehlen einen Blick auf unabhängige Schriftengiessereien. Zwei Schweizer Beispiele, die wir besonders schätzen:

Grilli Type aus Luzern lizenziert Webfonts einmalig abhängig von den Pageviews, danach entstehen keine weiteren Kosten. Bei swisstypefaces ist die Webfont sogar im Paket mit den Desktop-Schriften enthalten.

Der Vorteil geht über die Lizenz hinaus: Diese Schriften sind weniger verbreitet, was deiner Website einen eigenständigeren Look gibt. Da die Fonts lokal gehostet werden, gibt es zudem keine Datenschutzprobleme. Ein weiterer Pluspunkt: Du unterstützt damit direkt unabhängige Schriftgestalter.

Was passiert, wenn eine Schrift nicht geladen werden kann?

Wir definieren immer eine Fallback-Schrift, die angezeigt wird, falls die gewünschte Webfont aus irgendwelchen Gründen nicht geladen werden kann. Das sind meist Systemschriften wie Arial, Helvetica oder Georgia. So ist sichergestellt, dass deine Website auch ohne Webfont gut lesbar bleibt.

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